Stefanie Kremser
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 Schreibe mir: Postkarten nach Copacabana - Escríbeme: Postales a Copacabana (Kino Co-Produktion BR & Avista Film mit Pegaso Producciones 2009) erzählt von den Folgen Alois Bichls magischer Reise von den Alpen zu den Anden. Dort, im Städtchen Copacabana am Ufer des Titicaca, vererbt er seiner Enkelin Alfonsina das Fernweh.  -- Regie: Thomas Kronthaler
Kinostart: 20. August 2009 in Deutschland und 1. Oktober in Bolivien. Festivals: 13th Shanghai International Filmfestival, Los Angeles Latino International Film Festival 2011. DVD: seit Mai 2010 erhältlich * ZUM TRAILER

 


"Von den Alpen bis zu den Anden spannt Regisseur Thomas Kronthaler seine bis ins Detail einfühlsame Geschichte über Fernweh, Verrat, Enttäuschung und eine Liebe, die Raum und Zeit überwindet ... märchenhaft-poetisches Erzählkino mit einem wunderbaren Schuss lateinamerikanischen magischen Realismus. Das verdankt er freilich nicht zuletzt der stimmigen Buchvorlage von Stefanie Kremser sowie der überwältigenden Landschaftskulisse im bolivianischen Hochland." PROGRAMMKINO.DE (Kinomagazin der deutschen Arthouse-, Filmkunst- und Programmkinos)

"Wer sich auf Thomas Kronthalers zweiten Kinofilm einlässt, erlebt ein (weiß-)blaues Wunder. Nach der Provinzsatire „Die Scheinheiligen“ wechselt der Regisseur mit „Schreibe mir“ ohne Not ins moderne Märchenfach. Seinem Lieblingsmotiv, der bayerischen Heimat, bleibt er trotzdem treu ... Eine bezaubernd humorvolle Geschichte über die Macht des Glaubens." FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND

"Manchmal vielleicht brauch es einfach solche Filme. Überaus besonnte, fantasieverliebte, filmtechnikverspielte Filme für zwischendurch ... Absackerfilme für späte Sommerabende, sündhaft süß wie, sagen wir, eine Coupe Copacabana für zwei Personen mit einer kandierten Kirsche obendrauf – so groß wie ein bayerischer Semmelknödel." DER TAGESSPIEGEL
 



Drehbuchauszug

Wie alles begann...


Rückblende/Walchensee 1962                Aussen/Tag

Der junge ALOIS BICHL steht am Seeufer. Eine in Trachten gekleidete Blaskapelle spielt einen Abschiedsmarsch für ihn, und im Vibrato der Posaune steckt viel, viel Gefühl. Alois, in Haferlschuhen, Kniebundhosen und mit einem Lederköfferchen in der Hand, geht ins Wasser hinein. Kerzengerade schreitet er voran, und kurz vorm Untertauchen winkt er den Musikern zu.

ALOIS:
(ruft)
Pfiad eich!

Die vier Hüte der vier Bläser winken ihm nach, sowie der aus Blumen gewundene Kopfkranz der einzigen Frau, einer Klarinettistin. Ein Windstoß löst eine Blüte von ihrem Kranz; der Wind trägt sie unruhig über den See – die Blüte sieht fast aus wie ein im Zickzack herumflatternder Schmetterling – bis sie endlich auf der Wasseroberfläche landet, genau an dem Punkt, wo Alois gerade eben untergetaucht ist. Einen Moment später steigen Luftblasen auf und schaukeln die Blüte sanft auf und ab.


Rückblende /Walchensee 1962              Unter Wasser/Tag

Alois läuft, sein Köfferchen fest in der Hand, unter Wasser. Die Haferlschuhe wirbeln ein wenig Sand auf, die Socken sitzen locker, und auch die Kniebundhose und das Hemd schlottern um seinen Körper. Ein paar Karpfen huschen an ihm vorbei, und in der Ferne erblickt er ein Licht. Es sind Sonnenstrahlen, die durch die Wasseroberfläche scheinen und ihm den Weg weisen.


Rückblende/Titicacasee 1962            Aussen/Tag

Alois taucht auf und steigt kerzengerade aus dem Wasser des Titicacasees, blickt zum Ufer und schreitet ohne Zögern voran. Triefend läuft er durch eine rostrote, atemberaubende Andenlandschaft, vorbei an zwei Indianerinnen, die ein Llama vorantreiben, und in der Ferne leuchtet das kleine, weiße Städtchen von Copacabana. Alois bleibt stehen und setzt sich eine Brille auf, die er aus der Hemdtasche zieht. Dabei dreht sich noch einmal dorthin um, wo er wundersamerweise herkam: vor ihm breitet sich der See bis zum Horizont aus, Blau in Blau den Himmel berührend.

ANIMATION HAUPTTITEL
 
„Schreibe mir: Postkarten nach Copacabana“

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